Getriebemotoren für Dosiergeräte: Auswahl von Drehzahl, Drehmoment und Leistung

Leitfaden zur Auswahl von Getriebemotoren für Dosiergeräte basierend auf Drehzahl, Drehmoment, Leistung und Materialeigenschaften. Geeignet für Schneckenförderer, Förderbänder, Zellenradschleusen und Kettenförderer.
Getriebemotoren für Dosiergeräte: Auswahl von Drehzahl, Drehmoment und Leistung
Getriebemotoren für Dosiergeräte sind Antriebseinheiten bestehend aus einem Elektromotor und einem Getriebe, deren Aufgabe es ist, eine niedrige Ausgangsdrehzahl und ein geeignetes Drehmoment für den Transport oder die Dosierung von Material bereitzustellen. Diese Konfiguration wird häufig für Schneckendosierer, Förderbänder, Kettenförderer, Zellenradschleusen und Dosierschnecken eingesetzt.
Die Auswahl darf nicht allein auf der Motorleistung basieren. Ein Antrieb mit ausreichender kW-Leistung kann möglicherweise nicht anlaufen, wenn das Gerät mit Material gefüllt ist, die Durchflussrate falsch ist oder das Gerät vorzeitig ausfällt, wenn das Übersetzungsverhältnis, das Drehmoment, die Bauform und die externe Last nicht aufeinander abgestimmt sind. Daher müssen Durchsatz, Ausgangsdrehzahl, Materialeigenschaften, Anlaufmoment und Betriebsart gleichzeitig berücksichtigt werden.
Dosiergeräte: Getriebemotor oder separates Getriebe?
Bei den meisten rotierenden Dosiergeräten wird ein kompletter Getriebemotor verwendet. Der Motor erzeugt die Bewegung, während das Getriebe die Drehzahl reduziert und das erforderliche Ausgangsdrehmoment an der Maschinenwelle bereitstellt.
Dosiergetriebe ist die zutreffende Bezeichnung, wenn das Getriebe separat montiert ist und den Antrieb von folgenden Komponenten erhält:
Einem separat montierten Elektromotor
Einer Kupplung
Einem Riemen- oder Kettenantrieb
Einer Zwischenwelle
Einer bereits an der Maschine vorhandenen Antriebsquelle
Die Unterscheidung kann wie folgt getroffen werden:
Konfiguration | Merkmale | Geeigneter Anwendungsfall |
|---|---|---|
Kompakter Getriebemotor | Motor und Getriebe bilden eine Einheit | Dosiergeräte mit kleiner bis mittlerer Leistung, kompakte Bauweise erforderlich |
Getrennt montierter Motor und Getriebe | Zwei unabhängige Geräte, verbunden durch Kupplung oder Zwischenantrieb | Hohe Lasten, separater Motor erforderlich oder einfache Wartung |
Getriebe ohne Motor | Erfüllt nur die Untersetzungsfunktion | Systeme mit bereits vorhandener Antriebsquelle |
Wenn eine komplette Antriebseinheit gesucht wird, ist Getriebemotor für Dosiergeräte die Bezeichnung, die der praktischen Anwendung am nächsten kommt. Die endgültige Konfiguration muss jedoch immer auf der Maschinenkonstruktion und dem Montagekonzept basieren.
Gängige Dosierförderertypen mit Getriebemotor
Schneckenförderer
Schneckenförderer nutzen eine Förderschnecke, um Pulver, Granulat oder Schüttgut horizontal oder geneigt zu transportieren.
Eigenschaften der Schneckenlast:
Niedrige Abtriebsdrehzahl
Relativ hohes Betriebsdrehmoment
Anlauf unter Last schwieriger als im Leerlauf
Feuchtes, klebriges oder verklumptes Material kann zu einem starken Lastanstieg führen
Die Schneckenwelle kann Axiallasten erzeugen
Lange Schnecken erfordern eine geeignete Lagerung
Der Getriebemotor für Schneckenförderer muss unter Berücksichtigung der tatsächlichen Anlaufbedingungen geprüft werden. Die Getriebewelle sollte ohne entsprechende Berechnung nicht mit dem gesamten Gewicht, Biegemomenten und Axialkräften der Schneckeneinheit belastet werden.
Bandförderer
Bandförderer transportieren Material zu Brechern, Mischern, Verpackungsmaschinen oder nachfolgenden Produktionsprozessen.
Die Antriebsanforderungen umfassen in der Regel:
Stabile Bandgeschwindigkeit
Anlauf unter Last
Durchsatzregelung möglich
Gleichmäßiger Lauf zur Vermeidung von Laststößen
Überprüfung der Radiallast an Kettenrädern, Riemenscheiben oder Antriebstrommeln
Bei einer Kraftübertragung vom Getriebe zur Trommel mittels Kette oder Riemen sind der Durchmesser der Kettenräder, die Riemenspannung und die Einbauposition relativ zum Wellenabsatz zu beachten. Bei geneigten Förderbändern muss zusätzlich das Risiko des Rücklaufs bei Maschinenstillstand bewertet werden.
Kettenförderer
Kettenförderer eignen sich für schweres Material, hohe Lasten oder Arbeitsbedingungen mit Stoßbelastungen.
Typische Merkmale:
Relativ niedrige Geschwindigkeit
Hohes Abtriebsdrehmoment
Hohe Anlaufbelastung
Laständerungen je nach Materialmenge
Mögliche Stoßbelastungen an Kette und Zugmechanismus
Der Motor für Kettenförderer sollte nicht allein nach der Durchschnittsleistung ausgelegt werden. Es sind das Anlaufmoment, das maximale Drehmoment, die Schalthäufigkeit sowie die Belastbarkeit des Getriebes zu prüfen.
Zellenradschleusen
Zellenradschleusen verwenden rotierende Flügel, um Pulver oder Granulat durch einzelne Dosierkammern zu fördern.
Auch wenn die Motorleistung gering sein mag, muss der Antrieb folgende Anforderungen erfüllen:
Niedrige und stabile Drehzahl
Ausreichendes Drehmoment zur Überwindung der Reibung
Anlauffähigkeit unter Materiallast
Risiko des Einklemmens von Partikeln zwischen Flügel und Gehäuse
Durchsatzregelung über die Drehzahl
Schutzkonzept bei Blockierung
Der Motor für Zellenradschleusen muss basierend auf dem tatsächlichen Drehmoment ausgewählt werden und nicht nur anhand der Motorgröße einer ähnlichen Maschine.
Schneckendosierer
Schneckendosierer erfordern eine stabile Drehzahl, da die Schneckengeschwindigkeit den Materialdurchsatz direkt beeinflusst.
Bei der Auswahl sind folgende Punkte zu prüfen:
Schneckendurchmesser und -steigung
Füllgrad der Schnecke
Fließeigenschaften des Materials
Drehzahlregelbereich
Durchsatzstabilität
Last beim Anlauf und Stopp
Vibrationsförderer stellen einen Sonderfall dar. Dieser Typ verwendet in der Regel Vibrationsmotoren, elektromagnetische Vibrationsantriebe oder spezielle Schwingungserzeuger und nutzt standardmäßig keine Getriebemotoren.
Auswahl eines Getriebemotors für Förderanlagen
Bestimmung des zu fördernden Materials
Die Materialeigenschaften beeinflussen direkt das Lastmoment und das Anlaufverhalten.
Wichtige Informationen umfassen:
Schüttdichte
Korngröße
Feuchtigkeitsgehalt
Klebrigkeit
Klumpneigung
Abrasivität
Materialtemperatur
Fließfähigkeit
Derselbe Maschinentyp kann bei einem Wechsel von trockenem Schüttgut zu feuchtem oder klebrigem Material eine deutlich höhere Last aufweisen. Daher sollte die Konfiguration des Getriebemotors bei geänderten Materialeigenschaften nicht unverändert übernommen werden.
Bestimmung der Förderleistung
Die Förderleistung kann wie folgt angegeben werden:
kg/h
t/h
m³/h
l/min
Stück/min
Die Förderleistung lässt sich nicht direkt in die Motorleistung umrechnen, ohne das Funktionsprinzip und die Abmessungen der Maschine zu kennen.
Bei Schneckenförderern sind zusätzlich Schneckendurchmesser, Steigung, Länge, Neigungswinkel und Füllgrad erforderlich. Bei Förderbändern sind Bandlänge, Breite, Neigungswinkel, Materiallast und Trommeldurchmesser zu berücksichtigen.
Bestimmung der Ausgangsdrehzahl
Die Ausgangsdrehzahl beeinflusst direkt den Materialdurchsatz.
Das grundlegende Verhältnis zwischen Motordrehzahl und Untersetzungsverhältnis lautet:
n₂ = n₁ / i
Dabei gilt:
n₁: Motordrehzahl, U/min
n₂: Ausgangsdrehzahl, U/min
i: Untersetzungsverhältnis
Beispiel: Ein Motor mit 1.400 U/min kombiniert mit einem Untersetzungsverhältnis von 28:
n₂ = 1.400 / 28 = 50 U/min
Dies ist lediglich die theoretische Drehzahl. Die tatsächliche Drehzahl hängt zudem von den Motoreigenschaften, der Last und dem Schlupf ab. Das obige Beispiel stellt keine Empfehlung für 50 U/min für alle Förderanlagen dar.
Berechnung des Betriebsdrehmoments
Sobald die mechanische Leistung an der betrachteten Welle bekannt ist, kann das Drehmoment näherungsweise berechnet werden:
T = 9.550 × P / n
Dabei gilt:
T: Drehmoment, Nm
P: mechanische Leistung, kW
n: Drehzahl, U/min
Wenn die Motorleistung zur Schätzung des Drehmoments am Getriebeausgang verwendet wird, müssen die Verluste des Antriebsstrangs berücksichtigt werden. Die Motorleistung sollte nicht direkt mit dem Untersetzungsverhältnis multipliziert werden, um das tatsächliche Ausgangsdrehmoment zu erhalten.
Die anfänglichen Berechnungsergebnisse dienen nur der vorläufigen Auswahl. Das endgültige Modell muss das kontinuierliche Drehmoment, kurzzeitige Lastspitzen und die Betriebsbedingungen der Maschine erfüllen.
Überprüfung des Anlaufdrehmoments
Förderanlagen erfordern häufig ein höheres Anlaufdrehmoment, wenn:
Die Schnecke mit Material gefüllt ist
Das Förderband unter Volllast anläuft
Das Material verdichtet oder verklumpt ist
Der Zellenradschleuse durch Partikel blockiert ist
Die Maschine längere Zeit mit Material im Inneren stillstand
Der Mechanismus eine hohe Haftreibung aufweist
Der Motor muss ein ausreichendes Drehmoment erzeugen, um den anfänglichen Widerstand zu überwinden und das System zu beschleunigen. Das Getriebe muss zudem kurzzeitigen Drehmomentbelastungen während des Anlaufvorgangs standhalten.
Ein Antriebssystem kann im Dauerbetrieb über ein ausreichendes Drehmoment verfügen, aber dennoch nicht anlaufen, wenn das Anlaufmoment nicht den Anforderungen entspricht.
Überprüfung der Betriebsbedingungen
Folgende Punkte müssen genau bestimmt werden:
Dauerbetrieb oder Chargenbetrieb
Betriebsstunden pro Tag
Anzahl der Starts pro Stunde
Reversierbetrieb erforderlich oder nicht
Leeranlauf oder Volllastanlauf
Grad der Lastschwankungen
Umgebungstemperatur
Staub- und Feuchtigkeitsbelastung
Maschinen im Dauerbetrieb, mit häufigen Starts oder regelmäßigen Blockaden müssen anders bewertet werden als Maschinen mit Kurzzeitbetrieb und konstanter Last.
Überprüfung von Radial- und Axiallasten
Kettenräder, Riemenscheiben, Zahnräder und Trommeln erzeugen Radiallasten auf die Getriebewelle. Diese Lasten nehmen zu, wenn:
Kettenräder oder Riemenscheiben einen kleinen Durchmesser haben
Ketten oder Riemen übermäßig gespannt sind
Antriebselemente weit vom Wellenbund entfernt montiert sind
Stoßbelastungen auftreten
Trommeln oder Riemenscheiben ein hohes Eigengewicht haben
Schneckenförderer können zudem Axiallasten durch den Schub des Förderguts erzeugen. Lange Schneckenwellen oder Trommeln benötigen eigene Lagerungen. Die Getriebewelle sollte nicht als alleiniges Lager dienen, sofern die Belastbarkeit nicht überprüft wurde.
Auswahl des geeigneten Getriebemotors
Stirnradgetriebemotor
Geeignet für Förderbänder, Schneckenförderer, Zellenradschleusen und Dosiergeräte, wenn ein relativ ruhiger Lauf, ein guter Wirkungsgrad und Dauerbetrieb erforderlich sind.
Je nach Maschinenkonstruktion ist eine Fuß- oder Flanschausführung wählbar.
Flachgetriebemotor
Geeignet, wenn ein hohes Ausgangsdrehmoment erforderlich ist und der Motor parallel zur Maschinenwelle angeordnet werden soll. Diese Konfiguration trägt oft zur Reduzierung der Gesamtlänge in axialer Richtung bei.
Kegelradgetriebemotor
Geeignet, wenn die Antriebsrichtung um 90 Grad geändert werden muss oder der Bauraum für eine fluchtende Motormontage begrenzt ist.
Die Eignung muss anhand der Last, der Einbaulage und des spezifischen Getriebetyps überprüft werden.
Hohlwellengetriebemotor
Die Hohlwellenausführung kann direkt auf die Maschinenwelle montiert werden, was Kupplungen überflüssig macht und den Antrieb kompakter gestaltet.
Vor der Auswahl müssen folgende Punkte geprüft werden:
Durchmesser der Maschinenwelle
Passfedernut
Einbaulänge
Drehmomentstütze
Montage- und Demontagefreiraum
Wartungskonzept
Es gibt keinen universell passenden Getriebemotor für alle Zuführmaschinen. Die Auswahl hängt von Platzverhältnissen, Last, Antriebsrichtung und mechanischer Konstruktion ab.
Sollte ein Frequenzumrichter für Zuführmaschinen verwendet werden?
Ein Frequenzumrichter ist geeignet, wenn:
Die Zuführleistung geregelt werden muss
Ein sanfter Anlauf und Stopp erforderlich ist
Eine Synchronisation mit nachfolgenden Prozessschritten nötig ist
Mehrere Geschwindigkeitsstufen erforderlich sind
Eine sensorbasierte Steuerung gewünscht ist
Der Anlaufstrom begrenzt werden soll
Eine zu starke Reduzierung der Motordrehzahl über einen längeren Zeitraum kann jedoch die Eigenkühlung beeinträchtigen. Bei Lasten, die ein hohes Drehmoment bei niedriger Drehzahl erfordern, müssen die Motorkennlinien, die Regelungsart und die Überlastfähigkeit des Frequenzumrichters überprüft werden.
Die korrekt einzustellenden Parameter umfassen:
Motorspannung und Motorstrom
Nennleistung und Nennfrequenz
Beschleunigungszeit
Verzögerungszeit
Strombegrenzung
Steuerungsmodus
Der Frequenzumrichter kann ein Drehmomentdefizit nicht ausgleichen, wenn der Motor, das Getriebe oder das Übersetzungsverhältnis falsch gewählt wurden.
Schnellauswahltabelle nach Zuführgerätetyp
Gerätetyp | Lastcharakteristik | Anforderungen an den Antrieb |
|---|---|---|
Schneckenförderer | Niedrige Drehzahl, hohes Drehmoment, Blockiergefahr | Anlaufdrehmoment und Axiallast prüfen |
Bandförderer | Relativ konstante Last | Gleichmäßige Geschwindigkeit, frequenzgeregelt |
Steilförderband | Last neigt zum Rücklauf | Drehmoment, Bremse oder Rücklaufsperre prüfen |
Kettenförderer | Schwere Last, stoßartig | Maximales Drehmoment und Lastfaktor prüfen |
Zellenradschleuse | Niedrige Drehzahl, Gefahr von Materialeinklemmung | Anlaufdrehmoment und Überlastschutz |
Dosierschnecke | Konstanter Durchfluss erforderlich | Drehzahlregelung und Materialeigenschaften prüfen |
Häufige Fehler bei der Auswahl
Ausschließliche Auswahl nach kW-Leistung
Bei gleicher Leistung führen unterschiedliche Ausgangsdrehzahlen zu unterschiedlichen Drehmomenten. Die Leistung allein reicht nicht aus, um die geeignete Antriebseinheit zu bestimmen.
Fehlende Prüfung der Anlauflast
Die Maschine läuft im Leerlauf möglicherweise einwandfrei, kann aber nicht anlaufen, wenn Schnecke, Förderband oder Zellenradschleuse mit Material gefüllt sind.
Materialänderung bei gleichbleibender Konfiguration
Materialien mit höherer Dichte, hohem Feuchtigkeitsgehalt oder Neigung zur Klumpenbildung können das Lastmoment stark erhöhen.
Zu starke Drehzahlreduzierung durch Frequenzumrichter
Motoren, die über längere Zeit mit niedriger Drehzahl betrieben werden, können überhitzen und das erforderliche Drehmoment nicht aufrechterhalten, wenn sie nicht entsprechend ausgelegt sind.
Übertragung der gesamten externen Last auf die Getriebewelle
Schnecken, Trommeln und Riemenscheiben benötigen eine geeignete Lagerung. Die Getriebewelle sollte nicht standardmäßig als Hauptlagerung verwendet werden.
Ignorieren von Materialstau
Das Drehmoment bei Materialstau oder Verklumpung kann deutlich höher sein als unter normalen Betriebsbedingungen.
Fehlende Prüfung der Einbaulage
Horizontale, vertikale oder geneigte Montage kann die Schmierung, die Wellendichtringe, die Entlüftung und die Lebensdauer der Lager beeinträchtigen.
Erforderliche Informationen für die Auswahl von Getriebemotoren
Für eine präzise Auswahl sollten Kunden folgende Angaben bereitstellen:
Art der Zuführeinrichtung
Materialart
Schüttdichte
Erforderliche Förderleistung
Abtriebsdrehzahl
Abmessungen der Schnecke, des Bandes oder des Zellenradschleuse
Anlauf unter Leer- oder Volllast
Betriebsdauer
Anzahl der Schaltspiele
Reversierbetrieb erforderlich
Einbaulage
Wellenabmessungen
Einsatz eines Frequenzumrichters
Fotos oder Zeichnungen der Maschine
Häufig gestellte Fragen
Sollten für Zuführeinrichtungen Getriebemotoren oder separate Getriebe verwendet werden?
Die meisten rotierenden Zuführeinrichtungen verwenden komplette Getriebemotoren. Separate Getriebe sind geeignet, wenn Motor und Getriebe unabhängig voneinander angeordnet werden müssen oder die Maschine bereits über eine Antriebsquelle verfügt.
Mit welcher Drehzahl sollte ein Getriebemotor für eine Zuführeinrichtung betrieben werden?
Es gibt keine allgemeine Drehzahl. Diese hängt von der Art der Maschine, der Größe des Mechanismus, den Materialeigenschaften und der erforderlichen Förderleistung ab.
Sollte bei Maschinenstau die Motorleistung erhöht werden?
Die Leistung sollte nicht sofort erhöht werden. Es ist erforderlich, das Material, das mechanische Spiel, das Übersetzungsverhältnis, das Anlaufmoment und die Belastbarkeit des Getriebes zu prüfen.
Kann ein Frequenzumrichter zur Durchflussregelung verwendet werden?
Ja. Durch Ändern der Drehzahl kann der Durchfluss von Förderschnecken, Förderbändern oder Zellenradschleusen geregelt werden. Es muss jedoch das Drehmoment und die Kühlfähigkeit des Motors bei niedrigen Drehzahlen überprüft werden.
Kann eine Förderschnecke direkt mit der Getriebewelle verbunden werden?
Eine direkte Verbindung ist möglich, jedoch benötigt die Schneckenwelle dennoch ein geeignetes Lagersystem. Die Getriebewelle sollte nicht das gesamte Gewicht und die Axiallast der Schnecke tragen.
Benötigen geneigte Zuführeinrichtungen eine Bremse oder Rücklaufsperre?
Dies kann erforderlich sein, wenn die Last beim Stoppen zum Zurückrollen neigt. Die Auswahl hängt von der Maschinenkonstruktion, der Last und den Sicherheitsanforderungen ab.
MDriveTech Beratung für Getriebemotoren in Zuführeinrichtungen
MDriveTech unterstützt bei der Auswahl von Getriebemotoren und Getrieben von DSK, Nara Samyang und NK für:
Schneckenförderer
Bandförderer
Kettenförderer
Zellenradschleusen
Dosiergeräte
Materialzuführsysteme
Für eine geeignete Auswahl sollten Kunden Informationen zu Material, Förderleistung, Abtriebsdrehzahl, Mechanismusabmessungen, Einbaulage und Anlaufbedingungen bereitstellen.
Hotline: 0868 789 647
E-Mail: [email protected]
Fazit
Die meisten Schneckenförderer, Förderbänder, Kettenförderer oder Zellenradschleusen verwenden Getriebemotoren, um niedrige Drehzahlen und das erforderliche Drehmoment zu erzeugen. Separate Getriebe werden eingesetzt, wenn Motor und Getriebe unabhängig voneinander angeordnet werden müssen oder das System bereits über eine Antriebsquelle verfügt.
Bei der Auswahl eines Getriebemotors für Dosiergeräte müssen Drehzahl, Drehmoment, Materialbeschaffenheit, Durchsatz, Anlaufmoment und Einbaubedingungen gleichzeitig bewertet werden. Es sollte nicht allein auf die kW-Leistung vertraut oder die Konfiguration von einer Maschine mit anderen Betriebsbedingungen kopiert werden.







