Wintec WTM-Serie Elektromagnetische Durchflussmesser: Aufbau und Installation

Erfahren Sie mehr über die elektromagnetischen Durchflussmesser der WTM-Serie zur Messung von Wasser, Abwasser, Chemikalien, Schlamm und Zellstoff. Informieren Sie sich über das Funktionsprinzip, die Auswahl von Auskleidungsmaterialien, Elektroden, Nennweiten sowie die fachgerechte Installation und Verkabelung.
Wintec Elektromagnetischer Durchflussmesser Serie WTM aus Südkorea: Aufbau und Installation

Aufbau des kompakten elektromagnetischen Durchflussmessers WTM1000, bestehend aus Messumformer, LCD-Anzeige, Sensor, Elektrode und Auskleidung.
WTM Elektromagnetischer Durchflussmesser – Die stabile Durchflussmesslösung für Wasser, Abwasser und Industriechemikalien
In Wasseraufbereitungsanlagen, Abwassersystemen, chemischen Prozessen, Schlammverarbeitung, Laugen- oder Säurelösungen sowie in industriellen Produktionslinien ist die präzise Durchflussmessung ein entscheidender Faktor für die Prozesssteuerung. Eines der am häufigsten eingesetzten Geräte für diese Anwendungen ist der elektromagnetische Durchflussmesser.
Der elektromagnetische Durchflussmesser WTM ist ein Durchflussmessgerät, das auf dem Faraday-Prinzip der elektromagnetischen Induktion basiert. Das Gerät eignet sich für leitfähige Flüssigkeiten, insbesondere für sauberes Wasser, Abwasser, Brauchwasser, Schlamm, Meerwasser, chemische Lösungen, Laugen, Säuren sowie alle Flüssigkeiten, die kein Öl oder Gas enthalten.
Mit Modellen wie WTM1000, WTM1100 und WTM1200 kann diese Serie von elektromagnetischen Durchflussmessern eine Vielzahl von Installationsanforderungen erfüllen, von der kompakten Ausführung vor Ort bis hin zur getrennten Ausführung für raue Umgebungen, hohe Temperaturen, starke Vibrationen oder schwer zugängliche Messstellen.
1. Was ist ein elektromagnetischer Durchflussmesser?
Ein elektromagnetischer Durchflussmesser ist ein Gerät zur Messung des Flüssigkeitsdurchflusses unter Anwendung des Faraday-Gesetzes der elektromagnetischen Induktion. Wenn eine leitfähige Flüssigkeit durch ein Magnetfeld im Sensorkörper fließt, wird eine induzierte Spannung erzeugt. Diese Spannung ist proportional zur Fließgeschwindigkeit. Der Messumformer empfängt das Signal von den Elektroden, verarbeitet es und wandelt es in ein Durchflusssignal um, das angezeigt oder an das Steuerungssystem übertragen werden kann.
Die Ausgangssignale umfassen in der Regel:
Analogsignal 4–20mA
Impulssignal
Optionale Kommunikationsschnittstellen RS232, RS422 oder RS485
Momentaner Durchflusswert
Fließgeschwindigkeitswert
Gesamtdurchflussmenge (Summenzähler)
Betriebszeit
Der wichtigste Punkt bei der Verwendung eines elektromagnetischen Durchflussmessers ist, dass die Flüssigkeit eine gewisse elektrische Leitfähigkeit aufweisen muss. Bei der WTM-Serie ist eine Mindestleitfähigkeit von 5 µS/cm erforderlich.
2. Geeignete Betriebsbedingungen für elektromagnetische Durchflussmesser
Ein elektromagnetischer Durchflussmesser ist kein Messgerät für alle Arten von Flüssigkeiten. Damit das Gerät stabil arbeitet und genaue Ergebnisse liefert, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
Die zu messende Flüssigkeit muss elektrisch leitfähig sein.
Die Flüssigkeit sollte eine relativ homogene Beschaffenheit aufweisen.
Die Rohrleitung muss während der Messung vollständig mit Flüssigkeit gefüllt sein.
Die Flüssigkeit darf kein Gas, Dampf oder nicht leitendes Öl sein.
Die elektrische Leitfähigkeit der Flüssigkeit sollte größer als 5 µS/cm sein.
Es sollte verhindert werden, dass sich Luftblasen im Sensorkörper ansammeln.
Der Installationsort sollte frei von Vibrationen, Stößen und elektromagnetischen Störungen sein.
Unter geeigneten Bedingungen können elektromagnetische Durchflussmesser über lange Zeit stabil betrieben werden, da sie kaum von Druck, Viskosität oder Dichte des Mediums beeinflusst werden.
3. Anwendungen der WTM elektromagnetischen Durchflussmesser
Die WTM-Serie der elektromagnetischen Durchflussmesser kann in vielen verschiedenen Industriezweigen eingesetzt werden. Das Gerät eignet sich besonders für Systeme zur Messung leitfähiger Flüssigkeiten wie:
Frischwasser
Abwasser
Industriewasser
Meerwasser
Dünnschlamm
Säurelösungen
Laugenlösungen
Korrosive Chemikalienlösungen
Stofflösungen in der Papierindustrie
Wasseraufbereitungssysteme in Fabriken
Chemikaliendosiersysteme
Durchflussüberwachungssysteme in Pumpstationen
Elektromagnetische Durchflussmesser sind jedoch nicht für die Messung von Öl, Druckluft, Dampf oder nicht leitfähigen Flüssigkeiten geeignet.
4. Klassifizierung von WTM1000, WTM1100 und WTM1200
Die WTM-Serie kann in zwei Hauptgruppen unterteilt werden: Kompaktausführung und getrennte Ausführung.
WTM1000 – Kompaktausführung
Der WTM1000 ist ein elektromagnetischer Durchflussmesser, bei dem Messumformer und Sensorgehäuse in einem Gerät integriert sind. Diese Ausführung eignet sich für Standard-Installationsorte, Umgebungen ohne starke Vibrationen oder übermäßige Hitze, in denen der Bediener die Messwerte direkt vor Ort ablesen kann.
Die Vorteile der Kompaktausführung sind das kompakte Design, die einfache Installation, der geringere Verkabelungsaufwand und die Eignung für viele allgemeine Anwendungen.
WTM1100 und WTM1200 – Getrennte Ausführung
WTM1100 und WTM1200 sind Ausführungen, bei denen der Messsensor und die Anzeige- bzw. Umformereinheit getrennt sind. Diese Ausführung eignet sich für Orte mit hohen Temperaturen, starken Vibrationen, überflutungsgefährdeten Bereichen, schwer zugänglichen Stellen oder dort, wo das Display an einer für den Bediener günstigeren Position platziert werden muss.
In vielen industriellen Systemen wird die getrennte Ausführung bevorzugt, wenn die Installationsbedingungen komplex sind oder die Position der Rohrleitung keine bequeme Ablesung ermöglicht.
5. Technische Hauptdaten der WTM elektromagnetischen Durchflussmesser
Die WTM-Serie ist für eine Vielzahl von Rohrgrößen und unterschiedliche Arbeitsumgebungen konzipiert.
Kategorie | Referenzparameter |
|---|---|
Modell | WTM1000, WTM1100, WTM1200 |
Gerätetyp | Kompakt- oder getrennte Ausführung |
Größe | 3–800 mm |
Material Messrohr | STS304 |
Material Gehäuse | STS304, STS EGI |
Material Anzeigegehäuse | Aluminiumguss oder ABS |
Auskleidungsmaterial | Teflon PTFE/ETFE oder Hartgummi |
Elektrodenmaterial | SUS316, Titan, Platin oder andere Materialien |
Prozessanschluss | Flansch KS10K/JIS10K |
Messbereich | 0,3–10 m/s |
Strömungsgeschwindigkeit | 0–10 m/s |
Genauigkeit | ±0,5% v.E. im Bereich 0,3–10 m/s |
Optionale Genauigkeit | ±0,2% v.E. |
Medientemperatur mit PTFE | -10°C bis +160°C |
Medientemperatur mit Hartgummi | -10°C bis +60°C |
Erforderliche Leitfähigkeit | Mindestens 5 µS/cm |
Spannungsversorgung | AC 85–250V |
Leistungsaufnahme | Ca. 15VA |
Anzeige | LCD mit Hintergrundbeleuchtung |
Analogausgang | 4–20mA |
Impulsausgang | DC 15V Open Collector |
Kommunikation | RS232, RS422/RS485 optional |
Standard-Kabellänge | 10 m |
Funktionen | Selbstdiagnose, Auto-Nullpunkt, Leerrohrerkennung, bidirektionale Messung |
6. Auswahl des Durchmessers für elektromagnetische Durchflussmesser
Die Wahl des richtigen Durchmessers für den Durchflussmesser beeinflusst direkt die Genauigkeit, Lebensdauer und Stabilität des Geräts. Üblicherweise wird der Durchmesser des Durchflussmessers gleich dem Rohrleitungsdurchmesser gewählt, um Druckverluste zu minimieren.
Es sollte jedoch nicht ausschließlich nach der Rohrgröße entschieden werden. Die tatsächliche Strömungsgeschwindigkeit muss zusätzlich überprüft werden.
Der empfohlene Geschwindigkeitsbereich für elektromagnetische Durchflussmesser liegt üblicherweise zwischen 1–5 m/s. Dies stellt einen Betriebsbereich dar, der ein Gleichgewicht zwischen Signalstabilität und Druckverlust bietet.
Ist die Geschwindigkeit zu niedrig, kann das Messsignal schwach sein und das Rauschverhältnis zunehmen. Ist die Geschwindigkeit zu hoch, können Druckverluste und Verschleiß ansteigen.
Bei abrasiven Flüssigkeiten
Bei Flüssigkeiten, die Feststoffe, Schlamm oder Bestandteile enthalten, die die Auskleidung und die Elektroden abnutzen könnten, sollte eine niedrigere Geschwindigkeit von etwa 1–3 m/s gewählt werden. Dies trägt dazu bei, die Lebensdauer des Sensors zu verlängern und das Risiko einer Beschädigung der medienberührten Materialien zu verringern.
Bei zur Ablagerung oder Anhaftung neigenden Flüssigkeiten
Bei Schmutzwasser, Schlamm, Lösungen mit Feststoffen oder Flüssigkeiten, die zur Sedimentation neigen, kann es erforderlich sein, die Strömungsgeschwindigkeit auf über 3 m/s zu erhöhen, um Anhaftungen im Messrohr zu reduzieren. In einigen Fällen kann ein um eine Stufe kleinerer Durchmesser gewählt werden, sofern der Druckverlust innerhalb der zulässigen Grenzen bleibt.
Bei Flüssigkeiten mit geringer Leitfähigkeit
Bei Flüssigkeiten mit geringer Leitfähigkeit sollte die Geschwindigkeit reduziert werden, um ein stabileres Messsignal zu gewährleisten. Zudem muss die tatsächliche Leitfähigkeit der Flüssigkeit vor der Geräteauswahl sorgfältig geprüft werden.
7. Auswahl des Auskleidungsmaterials
Das Auskleidungsmaterial ist die Schicht, die direkt mit der Flüssigkeit im Inneren des Durchflussmessergehäuses in Kontakt kommt. Eine falsche Wahl des Auskleidungsmaterials kann die Lebensdauer des Geräts verkürzen und zu Korrosion, Blasenbildung, Ablösungen oder Messfehlern führen.
Teflon PTFE/ETFE-Auskleidung
Teflon eignet sich für stark korrosive Flüssigkeiten, Flüssigkeiten, die zur Anhaftung neigen, oder Flüssigkeiten mit hoher Permeabilität wie Chlor, Fluor, Salpetersäure und viele andere chemische Lösungen.
Die Vorteile von Teflon sind die glatte Oberfläche, eine gute Beständigkeit gegen Anhaftungen, eine hohe Chemikalienbeständigkeit sowie die Eignung für Flüssigkeiten mit hohen Temperaturen. Der Referenztemperaturbereich liegt zwischen -10°C und +160°C.
Hartgummi-Auskleidung
Hartgummi eignet sich für sauberes Wasser, Abwasser, Brauchwasser, Meerwasser, Schlamm und abrasive Flüssigkeiten. Dieses Material bietet eine gute Abriebfestigkeit und ist für viele Anwendungen in der Wasseraufbereitung geeignet.
Hartgummi sollte jedoch nicht für bestimmte organische Lösungsmittel sowie einige starke Säuren oder Laugen verwendet werden. Der Referenztemperaturbereich liegt zwischen -10°C und +60°C.
8. Auswahl des Elektrodenmaterials
Die Elektrode ist das Bauteil, das direkt mit der Flüssigkeit in Kontakt steht, um das induzierte Spannungssignal zu erfassen. Obwohl sie klein ist, spielt die Elektrode eine entscheidende Rolle für die Genauigkeit und Langlebigkeit des Durchflussmessers.
Bei der Wahl des Elektrodenmaterials müssen die chemischen Eigenschaften der Flüssigkeit, die Temperatur, die Korrosionsbeständigkeit, die Abriebfestigkeit sowie praktische Anwendungserfahrungen berücksichtigt werden.
Einige gängige Elektrodenmaterialien:
Elektrodenmaterial | Referenzanwendung |
|---|---|
SUS316 | Sauberes Wasser, Abwasser, allgemeine Anwendungen |
Hastelloy C | Bestimmte chemische Umgebungen oder korrosive Flüssigkeiten |
Tantal | Bestimmte starke Säuren |
Titan | Salzlösungen, bestimmte Laugen und geeignete Chemikalien |
Platin | Bestimmte spezielle chemische Umgebungen, die eine hohe Korrosionsbeständigkeit erfordern |
In der Praxis sollte die Wahl des Elektrodenmaterials nicht allein auf Basis der chemischen Bezeichnung erfolgen. Dieselbe Chemikalie kann je nach Konzentration, Temperatur und Verunreinigungen unterschiedliche Korrosionsraten aufweisen. Bei kritischen chemischen Anwendungen wird empfohlen, die Materialverträglichkeitstabelle zu prüfen oder vor der Entscheidung praktische Tests durchzuführen.
9. Installationsanforderungen für genaue Messungen
Elektromagnetische Durchflussmesser erreichen ihre volle Genauigkeit nur bei fachgerechter Installation. Häufige Fehler wie nicht vollständig gefüllte Rohrleitungen, Luftblasen, fehlende gerade Rohrstrecken, mangelhafte Erdung oder die Platzierung in der Nähe von Störquellen können zu instabilen Signalen und erhöhten Messfehlern führen.
Umgebungsbedingungen
Bei der Installation sollten Orte mit abrupten Temperaturschwankungen, starken Vibrationen, Stößen, hochkorrosiven Umgebungen oder Stellen mit der Gefahr von Wasseransammlungen im Anschlusskasten vermieden werden. Die Umgebungstemperatur sollte innerhalb der zulässigen Grenzwerte liegen und die Luftfeuchtigkeit darf keine Kondensation verursachen.
Vollständige Rohrfüllung
Dies ist eine sehr wichtige Voraussetzung. Wenn das Rohr nicht vollständig gefüllt ist, haben die Elektroden keinen ausreichenden Kontakt zum Medium, was zu falschen oder instabilen Messsignalen führt. Bei Rohrleitungen, in denen Luftblasen auftreten können, sollte die Konstruktion so ausgelegt sein, dass sich keine Luftblasen im Sensorgehäuse ansammeln können.
Durchflussrichtung
Die tatsächliche Durchflussrichtung muss mit dem Richtungspfeil auf dem Sensorgehäuse übereinstimmen. Sollte der Durchfluss entgegen der Installationsrichtung verlaufen, müssen der Signalanschluss oder die Gerätekonfiguration überprüft werden.
Gerade Rohrstrecken
Um Störungen durch Wirbelströmungen oder ungleichmäßige Geschwindigkeitsverteilungen zu reduzieren, ist auf ausreichende gerade Rohrstrecken vor und nach dem Durchflussmesser zu achten.
Für sauberes Wasser und Abwasser sollte Folgendes sichergestellt werden:
Vor dem Durchflussmesser: mindestens 5D
Nach dem Durchflussmesser: mindestens 3D
Für andere Flüssigkeiten sollte Folgendes sichergestellt werden:
Vor dem Durchflussmesser: mindestens 10D
Nach dem Durchflussmesser: mindestens 5D
Dabei ist D der Nenndurchmesser des Durchflussmessers.
Ventilposition
Ventile sollten hinter dem Durchflussmesser installiert werden, um turbulente Strömungen vor dem Sensor zu begrenzen. Bei Systemen, die eine regelmäßige Wartung erfordern, sollten Absperrventile und eine Bypass-Leitung vorgesehen werden, um den Ausbau, die Überprüfung oder die Reinigung des Geräts ohne Unterbrechung des gesamten Systems zu ermöglichen.

10. Hinweise zur Installation von Sensor und Messumformer
Beim Einbau des Sensors in die Rohrleitung ist sicherzustellen, dass die Dichtung nicht in den Rohrquerschnitt hineinragt, da dies den Durchfluss behindern und Messfehler verursachen kann. Die Dichtung muss für den Flansch, das Medium und die Betriebstemperatur geeignet sein.
Die Flanschschrauben sollten gleichmäßig über Kreuz angezogen werden, wobei der Vorgang in mehreren Schritten erfolgen sollte, um ein Verkanten des Sensors oder eine Beschädigung der Innenauskleidung zu vermeiden. Das vom Hersteller empfohlene Anzugsdrehmoment darf nicht überschritten werden.
Der Messumformer kann je nach den tatsächlichen Bedingungen als Wandmontage, 2-Zoll-Rohrmontage oder Schalttafelmontage ausgeführt werden. Bei der getrennten Ausführung sollte der Messumformer an einem Ort platziert werden, der leicht zugänglich und ablesbar ist und nur geringen Vibrationen ausgesetzt ist.
Wenn das Gerät über einen längeren Zeitraum nicht verwendet wird, muss der Dichtungszustand der Klemmenabdeckung, der Kabelverschraubungen und der Kabelschutzrohre überprüft werden, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern. Das Gerät sollte zudem mindestens einmal jährlich einer Inspektion unterzogen werden.
11. Hinweise zur Elektro- und Signalinstallation
Die Erdung ist ein entscheidender Faktor für elektromagnetische Durchflussmesser. Eine ordnungsgemäße Erdung trägt zu einem stabilen Betrieb des Geräts bei, reduziert Störungen und gewährleistet die Anlagensicherheit.
Für die Spannungsversorgung sollte ein Leitungsquerschnitt von ca. 0,75–2,0 mm² verwendet werden. Falls eine separate Erdungsleitung erforderlich ist, sollte der Erdungswiderstand weniger als 100Ω betragen und der Querschnitt des Erdungskabels gemäß den geltenden Installationsnormen gewählt werden.
Bei getrennten Ausführungen von Durchflussmessern sind die Sensorsignale zum Messumformer sehr schwach, daher sollte das Signalkabel so kurz wie möglich gehalten werden. Die empfohlene Maximallänge beträgt 30 m. Signalkabel sollten nicht in der Nähe von Motoren, Frequenzumrichtern, Schützen, Leistungsschaltschränken oder anderen Quellen elektromagnetischer Störungen verlegt werden. Falls eine Verlegung in der Nähe von Störquellen unvermeidbar ist, sollten geerdete Metallrohre zum Schutz der Signalkabel verwendet werden.
Zu den gängigen Ausgängen gehören:
4–20mA zur Übertragung des Durchflusssignals an eine SPS, ein HMI oder ein Datenlogger
Impulsausgang zur Übertragung von Impulssignalen an Zähler oder Summenzähler-Systeme
RS232, RS422 oder RS485 für die digitale Datenübertragung
Status- oder Alarmsignale je nach Konfiguration
12. Wichtige Einstellfunktionen
Der elektromagnetische Durchflussmesser WTM verfügt über zahlreiche Funktionen zur Unterstützung des Betriebs und der Kalibrierung vor Ort.
Anzeige des Momentandurchflusses
Das Display zeigt den Momentandurchfluss, die Strömungsgeschwindigkeit, den Gesamtdurchfluss sowie die Betriebsdauer an. Dies sind grundlegende Parameter, die dem Bediener helfen, den Systemstatus zu überwachen.
Leerrohrerkennung
Die Funktion „Empty Pipe“ (Leerrohrerkennung) erkennt, wenn der Flüssigkeitsstand im Sensorgehäuse unter die Elektrodenposition fällt. Wenn das Rohr nicht vollständig gefüllt ist, kann das Gerät einen Alarm ausgeben, um fehlerhafte Durchflussmessungen zu vermeiden.
Auto Zero
Auto Zero ist eine Funktion zur automatischen Nullpunktkalibrierung. Wenn das Rohr vollständig mit Flüssigkeit gefüllt ist und der Durchfluss vollständig zum Stillstand gekommen ist, kann der Bediener diese Funktion aktivieren, um den Momentandurchfluss auf 0 zu setzen und so Nullpunktfehler zu minimieren.
Einstellung der 4–20mA-Spanne
Diese Funktion dient zur Festlegung des Messbereichs, der dem 4–20mA-Analogsignal entspricht. Normalerweise ist dieser Wert vom Hersteller entsprechend der Größe des Durchflussmessers voreingestellt, kann jedoch in bestimmten Fällen an die tatsächlichen Betriebsbedingungen angepasst werden.
Einstellung des Impulsausgangs
Der Impulsausgang wird verwendet, wenn eine Verbindung zu einem externen Durchflusszähler erforderlich ist. Der Benutzer kann die Impulsrate und die Impulsbreite passend zum Zähler einstellen. Die Impulsbreite kann je nach Empfangskapazität des externen Geräts im Bereich von 10–200 ms angepasst werden.
High Cut-off und Low Cut-off
High Cut-off begrenzt die Anzeige, wenn die Geschwindigkeit einen eingestellten Wert überschreitet, um den Einfluss von Störungen oder ungewöhnlichen Schwankungen zu reduzieren. Low Cut-off setzt den Durchfluss auf 0, wenn die Geschwindigkeit unter einen eingestellten Schwellenwert fällt, was üblicherweise dazu dient, Störsignale bei sehr geringen Durchflussmengen auszublenden.
Dämpfung
Die Dämpfung trägt zur Glättung des Anzeigesignals und des Ausgangssignals bei. Diese Funktion ist besonders nützlich, wenn der Durchfluss aufgrund von Pumpen, Ventilen oder Prozessrauschen schwankt. Je höher die Dämpfung, desto stabiler ist das Signal, jedoch verringert sich die Reaktionsgeschwindigkeit.
13. Häufige Fehler und Prüfhinweise
Während des Betriebs kann es bei elektromagnetischen Durchflussmessern zu Problemen wie schwankenden Signalen, fehlender Anzeige oder einem instabilen Nullpunkt kommen. Nachfolgend sind die häufigsten Ursachen aufgeführt.
Schwankendes Durchflusssignal
Wenn das 4–20 mA-Signal oder der Anzeigewert stark schwankt, sollten folgende Faktoren überprüft werden:
Ist die Rohrleitung vollständig mit Flüssigkeit gefüllt?
Befinden sich Luftblasen in der Rohrleitung?
Ist der Durchflussmesser korrekt geerdet?
Besitzt die Flüssigkeit eine ausreichende elektrische Leitfähigkeit?
Gibt es elektromagnetische Störungen durch in der Nähe befindliche Motoren, Frequenzumrichter oder Schaltschränke?
Ist am Einbauort eine ausreichend lange gerade Rohrstrecke vorhanden?
Gibt es Wirbelströmungen, Vibrationen oder befinden sich Ventile zu nah am Einlass?
Wenn es sich bei der Flüssigkeit um Schlamm oder Medien mit Feststoffpartikeln handelt, sollten zusätzlich das "Slurry Noise" (Schlammrauschen) und mögliche Ablagerungen an den Elektroden geprüft werden.
Keine Anzeige
Wenn das Display nichts anzeigt, sollten folgende Punkte geprüft werden:
Ist die AC-Versorgungsspannung korrekt?
Ist die Sicherung durchgebrannt?
Ist das Netzkabel locker oder falsch angeschlossen?
Ist der Anschlusskasten feucht oder ist Wasser eingedrungen?
Liegt ein Defekt am LCD-Display oder am Netzteilboard vor?
Ist das Kabel zwischen Sensor und Messumformer unterbrochen oder kurzgeschlossen?
Instabiler Nullpunkt
Wenn das Gerät trotz fehlenden Durchflusses einen Durchfluss anzeigt, sollten folgende Punkte geprüft werden:
Ist die Rohrleitung tatsächlich vollständig mit Flüssigkeit gefüllt?
Haften Luftblasen an den Elektroden?
Ist ein Ventil undicht, sodass ein geringer Durchfluss stattfindet?
Ist die Erdung einwandfrei?
Ist die elektrische Leitfähigkeit der Flüssigkeit zu gering?
Sind die Elektroden verschmutzt?
Befindet sich der Einbauort in der Nähe einer elektromagnetischen Störquelle?
In vielen Fällen können die Reinigung der Elektroden, die Überprüfung der Erdung und die Durchführung eines Auto-Zero unter korrekten Bedingungen dazu beitragen, dass das Gerät wieder stabil arbeitet.
14. Wann sollte ein WTM elektromagnetischer Durchflussmesser gewählt werden?
Der elektromagnetische Durchflussmesser WTM ist die richtige Wahl, wenn das System leitfähige Flüssigkeiten mit hoher Stabilität, geringem Druckverlust und Anbindungsmöglichkeiten an ein Automatisierungssystem messen muss.
Das Gerät eignet sich besonders für:
Wasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen
Industrielle Wasserversorgungssysteme
Chemische Industrie
Papier- und Zellstofffabriken
Pumpstationen
Chemische Dosiersysteme
Produktionslinien mit Anforderungen an eine kontinuierliche Durchflussüberwachung
Systeme, die Signale an eine SPS, SCADA oder einen Datenlogger übertragen müssen
Wenn die Umgebungsbedingungen normal sind, kann die Kompaktversion WTM1000 gewählt werden. Wenn der Einbauort hohen Temperaturen, Vibrationen ausgesetzt ist, schwer zugänglich ist oder das Display vom Sensor abgesetzt montiert werden muss, sollte die getrennte Ausführung WTM1100 oder WTM1200 gewählt werden.
15. Fazit
Das elektromagnetische Durchflussmessgerät WTM ist eine effiziente Lösung zur Durchflussmessung für industrielle Anwendungen in den Bereichen Wasser, Abwasser, Chemikalien, Schlämme und viele weitere leitfähige Flüssigkeiten. Das Gerät arbeitet nach dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion, kommt ohne bewegliche Teile im Durchfluss aus und ermöglicht so eine stabile Messung bei gleichzeitig reduzierten Wartungskosten.
Für einen präzisen und langlebigen Betrieb des Geräts müssen Anwender die richtige Größe, das Auskleidungsmaterial, das Elektrodenmaterial sowie die Installationsart wählen und die Anforderungen an gerade Rohrleitungsabschnitte, Erdung, Störfestigkeit und den vollständig gefüllten Rohrleitungszustand einhalten.
Für Systeme, die eine Durchflussmessung von Wasser, Abwasser, chemischen Lösungen oder Industrieschlämmen erfordern, sind die Modelle WTM1000, WTM1100 und WTM1200 eine überlegenswerte Wahl, sowohl für die Messung vor Ort als auch für die Signalübertragung an zentrale Steuerungssysteme.
Kontaktieren Sie MDriveTech für eine Beratung zur Auswahl des passenden WinTEC elektromagnetischen Durchflussmessgeräts für Ihr System.
📞 Hotline: 0868 789 647
📧 E-Mail: [email protected]







